Lamborghini-Sieg und Überraschungen beim #20HH


28.03.2019 Überraschendes Ergebnis beim zweiten Saisonrennen der RCCO: Carsten Paulun feierte gemeinsam mit Jan Hedden seinen ersten Sieg in der „großen kleinen“ Rennserie. Das Hedden-Motors-Duo machte bei den 20 Minuten Hamburg im Shell Technology Center gleichzeitig den ersten Lamborghini-Erfolg seit Sommer 2017 perfekt. Platz zwei ging an das Audi-Duo Frank Biela/Martin Kummerow. Das Podium komplettierten die Ring-Taxi RACER mit Ossi Kragl und Boris Liebich. Der Schaeffler-Pilot teilt sich mit Kim Hauschild (Volkswagen) die Tabellenführung.

Paulun, der Dritte

Michael Niemas hatte es vor Saisonbeginn prophezeit: „In diesem Jahr werden Teams Rennen gewinnen, die in den letzten Jahren nicht unbedingt in der Position waren.“ Nun die Bestätigung: Beim #20HH fuhren drei Teams auf das Podium, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte: Hedden-Motors, Biela Racing und die Ring-Taxi RACER. „Ich hätte selbst nicht darauf gewettet, Erster zu werden“, strahlte Jan Hedden. „Warum es heute so super war, weiß ich noch gar nicht – sonst würde ich es immer so machen. Heute hat es einfach richtig gut funktioniert. Vom Auto her, aber auch fahrerisch.“ In der ersten Hälfte des 20 Minuten langen Finales hatten sich Jan Hedden und Frank Biela an der Spitze abgewechselt. Dieses Duell setzten ihre beiden Teamkollegen Carsten Paulun und Martin Kummerow in der zweiten Halbzeit fort. Wobei Paulun gar nicht darüber im Bilde war, dass es zwischen ihm und Kummerow so eng zuging: „Das habe ich gar nicht mitbekommen. Ich dachte eigentlich, dass PROTOTYP-Shell unser Gegner war, deshalb habe ich auf den Audi gar nicht mehr geachtet. Ich fühle mich super, muss aber auch ehrlich zugeben, dass es ganz schön viel Kraft gekostet hat. Ich bin Jan sehr dankbar für das unheimlich gut eingestellte Auto.“ Nach Vater Horst und Bruder Volker ist Carsten Paulun nun der Dritte aus dem Bunde der Paulun-Dynastie, der ein RCCO-Rennen gewinnen konnte. Für Jan Hedden war es bereits der achte RCCO-Triumph.

Doppelter Einsatz, unerwartete Premiere

Martin Kummerow hatte gar nicht damit gerechnet, beim #20HH ins Finale zu kommen. Doch nachdem Teamchef Frank Biela das Setup ihres Audi e-tron Vision RCCO in die richtige Richtung verändert hatte, lief es für Biela Racing wie am Schnürchen. Mit einem Sieg im B-Finale qualifizierten sich Biela/Kummerow für das Finale. Das stellte Kummerow vor eine schwierige Aufgabe: Als Moderator des RCCO-Streams auf YouTube konnte er nicht gleichzeitig fahren und moderieren. Joanna Wessel aus dem RCCO-Media-Team sprang spontan ein und kam so zu einer unerwarteten Premiere als Moderatorin. Nach dem Finale übernahm ein überglücklicher Kummerow dann wieder das Mikrofon.

Eifel-Truppe sorgt für Stimmung

Die beiden Schaeffler-Teams von Ossi Kragl bringen Farbe in die RCCO. Die Autos der Ring-Taxi RACER sind giftgrün, die Autos der Elegent Ladies pink. Doch nicht nur mit bunten Autos sorgt die Eifel-Truppe für Stimmung in der RCCO. Im Shell Technology Center präsentierten sich die Fahrer des Teams mit historischen Helmen. „Das war unsere Antwort auf Skotties rote Mütze beim Saisonauftakt“, lachte Kragl, der anschließend auf der Strecke mächtig Gas gab, sich den Punkt für die Pole-Position holte und nach einem souveränen Vorlaufsieg gemeinsam mit Boris Liebich im Finale Dritter wurde. Neu-Teamchef und RCCO-Rookie Boris Liebich liegt nach zwei Läufen damit punktgleich mit Volkswagen-Pilot Kim Hauschild an der Tabellenspitze.

Pech beim Heimspiel

Nachdem der KTM-Mannschaft um Shell-Wissenschaftler Wolfgang Warnecke und PROTOTYP-Chef Oliver Schmidt im vergangenen Jahr beim Heimspiel im Shell Technology Center ein Doppelsieg gelang, hatte die beiden KTM-Teams dieses Mal Pech. Vorjahressieger Michael Niemas musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Als Ersatz sprang Rookie-Lady Luisa Skottke ein. Deren Vater Björn Skottke wurde am Start des Finales in einen Crash mit Frank Biela verwickelt. Gemeinsam mit Oliver Schmidt reichte es am Ende nur zu Platz vier. In vier Wochen hat die KTM-Truppe aber schon das nächste Heimspiel – beim #CityCup im PROTOTYP-Museum.

Bunter Markenmix

Das #VisionRCCO-Konzept funktioniert: Wie schon beim Saisonauftakt auf dem Hanse-Ring kamen auch im Shell Technology Center fünf der sechs Marken in die Top Sechs. Im Finale der Top Sechs war nur Audi mit zwei Autos doppelt vertreten. Den Einzug in das Finale verpasste dieses Mal lediglich die Volkswagen-Mannschaft, die beim Auftakt noch zwei Podiumsplätze geholt hatte.

RCCO-Version des Porsche Mission E

Seit der Saison 2017 starten in der „großen kleinen“ Rennserie Konzeptstudien von Elektro-Sportwagen. Bei den teils futuristischen Karosserien sind alle Performance-relevanten Parameter identisch, was für maximale Chancengleichheit sorgt. Gleichzeitig möchte die RCCO mit den E-Sportwagen-Studien den Mobilitätswandel begleiten und zeigen, dass Elektromobilität mächtig Spaß macht. Fast abgeschlossen ist die Entwicklung einer RCCO-Version des Porsche Mission E. Ob und wann die Studie in der „großen kleinen“ Rennserie zum Einsatz kommt, ist noch offen.

NDR-Reportage über die RCCO

Nun kennt auch Hamburgs Bürgermeister die „große kleine“ Rennserie: Peter Tschentscher war am Donnerstagabend Studiogast im Hamburg Journal des NDR, in dem es auch um die RCCO ging. Die Reportage von Thorsten Vorbau ist in der Mediathek des NDR zu sehen.

Ergebnis #20HH

1. Jan Hedden/Carsten Paulun (Lamborghini Centenario RCCO) 124 Rd.
2. Frank Biela/Martin Kummerow (Audi e-tron Vision RCCO) - 1 Rd.
3. Boris Liebich/Ossi Kragl (Schaeffler Vision RCCO) - 2 Rd.
4. Björn Skottke/Oliver Schmidt (KTM X-BOW Vision RCCO) - 3 Rd.
5. Christian Wilke/Gine Peters (ABT Vision RCCO) - 5 Rd.
6. Thomas Voigt/Andreas Zschorsch (Audi e-tron Vision RCCO) - 6 Rd.



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