Mattias Ekström: „Level in der RCCO enorm gestiegen!


29.10.2018 Sie haben im Rahmen der Rallycross-WM am Estering mal wieder ein Gastspiel in der „großen kleinen“ Rennserie gegeben. Wie war Ihr Eindruck?

Slotracing ist eines meiner Hobbys und es macht immer wieder viel Spaß, in der „großen kleinen“ Rennserie zu starten. Aufgefallen ist mir, dass das Level in der RCCO seit meinem letzten Start (DTM Oschersleben 2013, Redaktion) noch einmal enorm gestiegen ist.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Start in der „großen kleinen“ Rennserie erinnern?

Oh ja, sehr gut sogar! Das war 2005 beim Slotcar-Grand-Prix auf der Essen Motor Show. Damals wusste keiner, dass ich das kann und mein Sieg hat alle überrascht.

Sie haben das scherzhaft mal als zweitgrößten Erfolg Ihrer Karriere nach dem Gewinn der Rallycross-Weltmeisterschaft bezeichnet …

Der Sieg damals war schon sehr cool. Im Finale habe ich einen gewissen Sebastian Vettel besiegt, den damals kaum einer kannte – und natürlich die ganzen Slotcar-Profis.

Und 2006 haben Sie in Essen gleich noch einmal gewonnen.

Ja, im Finale gegen Rekordmeister Thomas Voigt. Damit habe ich bewiesen, dass 2005 kein Zufallstreffer war …

2011 haben Sie in Oschersleben ein weiteres RCCO-Rennen gewonnen. Warum hat es dieses Mal am Estering nicht geklappt?

Ich hatte leider viele Termine und konnte nicht bis zum Ende bleiben. Was schade war, denn das Slotracing hat wieder viel Spaß gemacht. Ich habe ohne Training gleich mein erstes Qualifying-Rennen gewonnen und hatte ein paar coole Duelle mit dem Tabellenführer. Ob es am Ende zum Sieg gereicht hätte, weiß ich nicht. Wie gesagt: Das Level ist enorm hoch und mein Audi e-tron Vision RCCO hat etwas zu stark übersteuert.

Gibt es Dinge, die Sie an der „großen kleinen“ Rennserie verändern würden?

Weil das Feld so ausgeglichen und das Racing so eng ist, müsste man die Regeln verschärfen. Wenn jemand rausgekickt wird, sollte es Strafen oder Verwarnungen geben. Wie in der DTM sollte man auch den Fahrer auf der Außenbahn leben lassen. Und ich würde die digitalen Weichen so schalten, dass der Schnellere die bessere Spur beim Überholen behält. Und vielleicht sollte man die Bahn am Anfang etwas besser putzen, damit alle Spuren ähnlich viel Grip haben. Aber das sind nur kleine Details, generell ist das schon cool bei der RCCO.

Am 17./18. November steigt in der Autostadt in Wolfsburg das 24-Stunden-Rennen der „großen kleinen“ Rennserie. Lust auf einen Gaststart?

Lust immer, aber meine Zeit ist derzeit leider extrem knapp. Ich kämpfe um die Zukunft meines Rallycross-Teams EKS. Ich verfolge das Rennen ganz sicher über Social Media. Und irgendwann einmal bin ich ja vielleicht auch selbst am Start.



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