Audi e-tron Vision RCCO gewinnt Mini RX


12.10.2018 Mit seinem vierten Saisonsieg hat Rekordmeister Thomas Voigt seine Tabellenführung in der „großen kleinen“ Rennserie verteidigt. Der Audi-Pilot gewann das MiniRX-Rennen im Rahmen der Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Estering nach einem spektakulären Finale vor Eldert Hedden (Lamborghini) und Titelverteidiger Björn Skottke (KTM).

Premiere am Estering

Bereits zum vierten Mal war die RCCO im Rahmen der Rallycross-WM zu Gast in Buxtehude. Nach drei Gastspielen im Autohaus Eberstein fand das MiniRX-Rennen dank EKS Audi Sport erstmals direkt im Fahrerlager des Esterings statt. Die beiden Audi-Rallycross-Starts Andreas Bakkerud und Mattias Ekström traten als Gaststarter im RCCO-Meisterschaftslauf an, einige Teammitglieder des Teams EKS Audi Sport versuchten sich bei einem Gastrennen selbst am Drücker.

Spektakuläres Finale

Die digitale Slotfire-Rennstrecke im Expozelt von EKS Audi Sport sorgte für spannende Rennen und ein spektakuläres Finale, in dem Tabellenführer Thomas Voigt in Turn 1 gleich zweimal für Aufregung sorgte: Kurz nach dem Start verbremste er sich im Duell mit Titelverteidiger Björn Skottke (KTM) und krachte mit seinem Audi e-tron Vision RCCO in die Bande. Vom letzten Platz kämpfte sich Voigt im fünf Minuten langen Finalrennen wieder an die Spitze. Die Entscheidung fiel, als Voigt, Eldert Hedden (Lamborghini) und Kim Hauschild (Volkswagen) zu dritt nebeneinander durch Turn 1 wollten. Ein kleiner Heckschwenk des auf der Innenbahn fahrenden Audi reichte aus, die beiden anderen Autos von der Bahn zu fegen. Eine Strafe sieht das RCCO-Reglement für einen solchen Fall nicht vor. Voigt sagte „sorry“ zu seinen beiden Konkurrenten, die aber gelassen blieben: „Typisch Rallycross eben …“

Voigt weiter vorn

Nach vier Saisonsiegen und zwei zweiten Plätzen geht Voigt als Tabellenführer in das große Finalwochenende vom 16. bis 18. November in der Autostadt in Wolfsburg. Aufgrund der Streichresultate blieb der Vorsprung auf Verfolger Björn Skottke unverändert bei zehn Punkten. Bei den letzten beiden Rennen muss „Skottie“ allerdings vier Punkte mehr streichen als Voigt. Rechnerisch ebenfalls noch Titelchancen hat mit Michael Niemas ein weiterer KTM-Pilot, der am Estering aus familiären Gründen fehlte: Familie Niemas erwartet stündlich Nachwuchs.

Audi überlegen

Thomas Voigt und sein Audi e-tron Vision RCCO waren auf dem Estering in bestechender Form. Obwohl der Rekordmeister mit dem maximalen Performance-Gewicht von 30 Gramm an den Start gehen musste, dominierte er den Abend beinahe nach Belieben. Nur das dritte Qualifying-Rennen gewann Voigt nach einem harten Duell mit Gastfahrer Mattias Ekström nicht. Der Gastfahrer bewies mit dem dritten Audi e-tron Vision RCCO von tv racing einmal mehr sein außergewöhnliches Talent am Drücker und hätte ein Wörtchen um den Sieg mitreden können, wäre er das Rennen bis zu Ende mitgefahren. Nach Q3 verabschiedete sich der Rallycross-Star jedoch in Richtung Hotelbett. „Mein Auto war etwas zu nervös“, stellte Ekström fest. „Aber es hat wie immer viel Spaß gemacht.“ Bemerkenswert: Der Schwede verzichtete auf das Freie Training und gewann anschließend ohne jegliches Training gleich seinen ersten Qualifyinglauf.

Podium für Lamborghini

Das bisher beste Saisonergebnis gelang Eldert Hedden, der mit dem Lamborghini Centenario von Joest Racing nach der Kollision mit Voigt den zweiten Platz belegte. Obwohl er in diesem Jahr schon viermal von der Pole-Position startete, war es für Hedden erst das zweite Podium der Saison, für Joest Racing das dritte. Eine Chance auf den Fahrertitel hat Hedden als Tabellenvierter aber nicht mehr. Bruder Jan Hedden komplettierte das gute Lamborghini-Ergebnis mit Platz fünf.

„Skottie“ Dritter

Mit ähnlich viel Performance-Gewicht wie Thomas Voigt unterwegs, konnte Titelverteidiger Björn Skottke dieses Mal das Tempo der Spitze nicht ganz mitgehen. Mit Konstanz und etwas Glück schaffte „Skottie“ am Ende aber noch Platz drei. „Am Anfang lief es gar nicht, deshalb habe ich nicht mehr damit gerechnet, noch aufs Podium zu kommen“, sagte der KTM-Pilot, der noch dazu unter einer Grippe litt. „Es war toll, dass wir mit der RCCO zu Gast beim Team von Mattias Ekström sein durften. Das erlebt man nicht alle Tage.“

Lebenszeichen von Volkswagen

Überhaupt nicht rund läuft die Saison bei Volkswagen Motorsport-Phoenix Racing. Am Estering gab es zumindest ein kleines Lebenszeichen. Trotz eines Problems mit dem Transponder im Qualifying kam Kim Hauschild bis ins Finale, das er zeitweise anführte. Nach dem Gemetzel in Turn 1 musste sich der GT-Rennfahrer jedoch mit Platz vier zufriedengeben. Teamchef Daniel Bäumler haderte mit einem „zu langsamen“ Auto. Der TV-Redakteur der WELT-Gruppe wurde als Achter weit unter Wert geschlagen. Nachdem das Team im vergangenen Jahr mit Kim Hauschild bis zum Finale um den Titel kämpfte, liegt Bäumler als bester Volkswagen-Pilot vor den letzten beiden Rennen nur auf Tabellenrang acht.

Ossi Kragl im Finale

Die weiteste Anreise hatte einmal mehr Ossi Kragl von der Scuderia Schuedschleife.com: Der Marketing- und Eventexperte kam direkt vom Nürburgring und fuhr nachts nach dem Rennen gleich wieder zurück in die Eifel. Doch die Mühe lohnte sich: Mit seinem giftgrünen Schaeffler Vision RCCO kam Kragl bis ins Finale. Am Ende durfte er sich über Platz sechs freuen.

Premiere für Bakkerud

Seine Premiere am RCCO-Drücker erlebte Andreas Bakkerud. Der Teamkollege von Mattias Ekström in der Rallycross-Weltmeisterschaft hatte mit dem türkisfarbenen Audi R8 e-tron der tv racing academy viel Spaß. „Leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben, aber das war eine tolle Erfahrung und ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei.“



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