Audi e-tron Vision RCCO siegt beim Debüt


20.05.2018 Perfekter Einstand für den Audi e-tron Vision RCCO: Rekordmeister Thomas Voigt gewann in der Schaeffler Lounge beim Formel-E-Rennen in Berlin erstmals seit 2015 wieder ein RCCO-Rennen. In einem spannenden Finale hielt er beim Debüt des neuen Audi-Elektro-Rennwagens die beiden KTM von Tabellenführer Michael Niemas und Titelverteidiger Björn Skottke in Schach.

Audi beendet KTM-Siegesserie

Mit dem Sieg von Thomas Voigt beim „RCCO meets Formula E“-Event in Berlin endete die KTM-Siegesserie in der „großen kleinen“ Rennserie. Fünf Rennen in Folge hatte der österreichische Hersteller gewonnen, viermal in Folge Michael Niemas, der sich in Berlin erstmals in dieser Saison geschlagen geben musste, die Gesamtwertung aber weiter souverän anführt. Für Audi war es der erste RCCO-Sieg seit dem Erfolg von Frank Biela bei der DTM Challenge 2016 in Zandvoort. Rekordmeister Thomas Voigt musste sogar 918 Tage auf seinen 102. Sieg in der „großen kleinen“ Rennserie warten: Zuletzt hatte er im November das Markenpokal-Rennen am Vorabend des 24-Stunden-Rennens gewonnen. Anschließend war er 25 Rennen lang sieglos geblieben, wobei er achtmal den zweiten Platz belegt hatte.

Voigt überglücklich

RCCO-Rekordmeister Thomas Voigt freute sich über seinen 102. RCCO-Erfolg als wäre es der erste gewesen. „Ich hatte Angst vor einem Déjà vu“, sagte der Audi-Pilot. „Im vergangenen Jahr habe ich in Berlin bis kurz vor Rennende geführt, ehe sich der Motor löste und ich ausschied. Vor vier Wochen am Bilster Berg war der Sieg zum Greifen nahe, doch in der letzten Rennminute hat mit Michael Niemas noch überholt. Auch dieses Mal war Michael unheimlich stark. Obwohl er mit so hohem Zusatzgewicht unterwegs war, hat er extrem Druck gemacht – vor allem im Vorlauf. Er ist einfach ein Tier!“ Das Duell zwischen Voigt und Niemas im Vorlauf begeisterte die Zuschauer in der Schaeffler Lounge: Rundenlang fuhren die beiden RCCO-Cracks im Zentimeterabstand um die Rennstrecke, ganze 182 Tausendstelsekunden trennten die beiden nach zehn Minuten und 114 Runden. „Das war fantastisches Racing“, sagte Michael Niemas. „Thomas Voigt war heute einfach unschlagbar und hat diesen Sieg verdient.“ Im Finale durfte sich Voigt erneut keinen Fehler erlauben, fuhr aber schnell einen Vorsprung von einer Runde auf Niemas und dessen KTM-Markenkollegen Björn Skottke heraus, den er bis in Ziel mit einer fehlerfreien Fahrt verteidigte. „Gott sei dank hat es endlich geklappt“, sagte Voigt. „Nach einer so langen sieglosen Zeit wollte ich heute endlich wieder einmal gewinnen. Bis zum Schluss hatte ich Sorge, dass wieder etwas dazwischenkommt. Aber der neue Audi e-tron Vision RCCO lief einfach perfekt.“

Bilderbuch-Debüt des Audi e-tron Vision RCCO

Dem neuen Audi e-tron Vision RCCO gelang in Berlin ein Bilderbuchdebüt. Erst in der Nacht vor dem Rennen waren die drei Elektro-Rennwagen fertiggeworden, das Freie Training am Samstagmorgen das Roll-out, in dem BILD-Redakteur Andreas Zschorsch auf Anhieb die Bestzeit fuhr. Voigt und Zschorsch gewannen beide ihre Vorläufe und sicherten sich so die beiden besten Starptlätze für das Finale, das Voigt vom Start weg dominierte. Zschorsch komplettierte den Audi-Erfolg mit Platz fünf – dem besten Einzelergebnis seiner RCCO-Karriere. „Für Audi und tv racing zu fahren, macht einfach megamäßig Spaß“, jubelte der BILD-Mann. Mit ABT, Audi, KTM, Lamborghini, Schaeffler und Volkswagen haben seit der Einführung der neuen #VisionRCCO-E-Sportwagen-Studien nun alle sechs Hersteller mindestens einen Sieg gefeiert – ein weiterer Beweis für den Erfolg des aktuellen Reglements.

Niemas weiter Tabellenführer

Drei Siege, ein zweiter Platz: KTM-Pilot Michael Niemas führte die Gesamtwertung der „großen kleinen“ Rennserie nach vier Rennen weiter an und der erste RCCO-Titel dürfte dem Modellbauer kaum noch zu nehmen sein, so stark sind seine diesjährigen Auftritte. Aufgrund seiner bisherigen Erfolge musste Niemas mit dem maximalen Performance-Gewicht von 30 Gramm an den Start gehen. „Dafür reichte meine Waage gar nicht“, grinste. Trotzdem sicherte sich der KTM-Pilot in Berlin die Pole-Position. „Ich glaube, die anderen war einfach etwas zu vorsichtig“, lautete seine Diagnose. „Im Rennen dürfte es anders aussehen.“ Stimmt nur bedingt: Niemas glänzte auch über die Renndistanz, nur Thomas Voigt war an diesem Tag noch stärker. Dass sich Niemas trotzdem über den Audi-Sieg freute, hat einen einfach Grund: Die drei neuen Audi e-tron Vision RCCO wurden von ihm aufgebaut.

„Skottie“ erneut auf dem Podium

Sein drittes Podium in der laufenden Saison erzielte Björn Skottkte. Der Titelverteidiger sorgte mit seinem dritten Platz dafür, dass wie im Vorjahr zwei KTM X-BOW Vision RCCO auf das Podium fuhren. Obwohl er zuletzt bei der Bilster Berg Challenge fehlte, liegt Skottke auf dem dritten Tabellenplatz.

Schnellste Runde für Eldert Hedden

Das schnellste Auto in Berlin war der Lamborghini Centenario RCCO von Eldert Hedden und Joest Racing. Der Ex-Champion fuhr im Vorlauf und im Finale die schnellste Runde. Allerdings fehlte es etwas an Konstanz, so dass sich der Lamborghini-Pilot am Ende mit Platz vier begnügen musste. Auch in der Gesamtwertung liegt Hedden auf Position vier. Mit Volker Paulun auf Platz sieben und Jan Jedden auf Platz acht kamen zwei weitere Lamborghini in die Top Ten.

Gine Peters mit starker Saison

Eine bärenstarke Saison fährt bisher Gine Peters: Die Damen-Rekordmeisterin, die genau wie Thomas Voigt seit 1991 in der „großen kleinen“ Rennserie an den Start geht, schaffte mit dem ABT Vision RCCO erneut die Qualifikations für das Finale. Bei drei Starts kam sie in diesem Jahr bisher jedes Mal in die Top Acht. In der Gesamtwertung liegt Peters auf Platz sieben.

Schneller Marco Werner

Vorjahressieger Frank Biela fehlte beim RCCO-Gastspiel bei der Formel E, weil er beim zeitgleich auf dem Lausitzring stattfindenden DTM-Rennen auf dem Lausitzring als Driver Steward im Einsatz war. Vertreten wurde er in Berlin von seinem ehemaligen Audi-Teamkollegen Marco Werner, der am Drücker des Schaeffler Vision RCCO für Furore sorgte. Im Qualifying sicherte sich Werner sensationell den zweiten Startplatz. Mit Platz zwei in seinem Vorlauf qualifizierte sich der Le-Mans-Sieger für das B-Finale, in dem er allerdings etwas zu wild unterwegs war. Trotzdem schaffte er es in die Top Ten, sicherte sich den Tagessieg in der Rookie-Wertung und empfahl sich für weitere Einsätze in der „großen kleinen“ Rennserie.

Rahel Frey hat Spaß am Drücker

Einen dritten Audi e-tron Vision RCCO pilotierte in Berlin Rahel Frey, die mit dem Original im Maßstab 1:1 Gäste der AUDI AG um die Formel-E-Rennstrecke in Berlin pilotierte. Bei ihrem zweiten Gaststart in der „großen kleinen“ Rennserie kam die Schweizerin immer besser zurecht und belegte am Ende den beachtlichen zwölften Gesamtrang und Platz zwei in der Damenwertung. „Es hat tierisch viel Spaß gemacht und es ist toll, dass der große Audi e-tron Vision Gran Turismo jetzt auch einen kleinen Bruder hat“, sagte die ehemalige DTM-Pilotin. „Mit dem kleinen Auto brauche ich aber definitiv noch mehr Übung.“

Enttäuschung für Volkswagen

Enttäuschend verlief das Rennen in Berlin für die Volkswagen-Teams. Kim Hauschild, Jörg Schumacher und Philipp Freitag waren verhindert, so dass nur Daniel Bäumler und RCCO-Neuling Joanna Wessel die Volkswagen-Fahnen hochhielten. Für Bäumler war bei seinem Berliner Heimspiel aber schon nach dem Vorlauf Feierabend: Der Volkswagen-Pilot erwischte mit Michael Niemas, Thomas Voigt und Eldert Hedden drei besonders starke Gegner in seinem Vorlauf, gegen die er chancenlos war. Der Grund stellte sich erst nach dem Rennen heraus: Der ihm zugeloste Motor verlor offenbar Leistung durch Funkenbildung. Mehr als Platz 13 war so nicht drin.



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