KTM-Doppelsieg beim RCCO-Auftakt


21.02.2018 Die KTM-Siegesserie in der "großen kleinen" Elektro-Rennserie RCCO hält an: Michael Niemas und Gastgeber Wolfgang Warnecke gewannen im Shell Technology Center Hamburg den Auftakt der 28. RCCO-Saison. Titelverteidiger Björn Skottke und Oliver Schmidt machten einen KTM-Doppelsieg perfekt. Rang drei bei den spektakulären 20 Minuten Hamburg ging an das Volkswagen Motorsport-Phoenix Racing (Daniel Bäumler/Kim Hauschild).

Heimsieg für Shell-PROTOTYP

Was für ein Saisonstart - vor allem für die beiden KTM-Teams Shell-PROTOTYP und PROTOTYP-Shell, die im Shell Technology Center Hamburg zum Auftakt der Saison 2018 einen Doppelsieg feierten, nach dem es lange Zeit gar nicht aus sah. Gastgeber Wolfgang Warnecke von Shell und sein Teamkollege Michael Niemas dominierten den Abend mit ihrem roten KTM X-BOW Vision RCCO von Anfang an, doch der amtierende Champion Björn Skottke und Oliver Schmidt mussten für Platz zwei unerwartet hart kämpfen. Im Freien Training fuhren die beiden dem Feld hinterher, im Qualifying gelang nur der vorletzte Startplatz. Im zweiten Qualifying-Rennen lieferten sich Skottke/Schmidt ein packendes Duell mit dem Audi R8 e-tron von Thomas Voigt und Andreas Zschorsch, dass sie nach 20 Minuten mach permanenten Positionswechseln um nur 1,3 Sekunden für sich entschieden und damit den direkten Einzug in das Finale schafften. Im Endlauf gelang es dem KTM-Duo kurz vor Rennende, den bis dahin zweitplatzierten Volkswagen Golf GTE Vision RCCO des Teams Phoenix Racing-Volkswagen Motorsport von Platz zwei zu verdrängen und den Doppelsieg für KTM perfekt zu machen. "Was für eine Story", schüttelte "Skottie" fassungslos den Kopf. "Wer hätte das nach dem zähen Beginn heute Abend gedacht?"

Überglückliche Sieger

Nach den Siegen beiden letzten beiden Läufen der Saison 2017 war es für KTM bereits der dritte Sieg in Folge. Michael Niemas und Wolfgang Warnecke wiederholten im Shell Technology Center ihren Triumph von 2015. "Es war einer der tollsten Events bisher", strahlte Wolfgang Warnecke. "Wir hatten starke Konkurrenz. Unser Schwesterteam war am Ende sehr stark, aber auch die anderen. Was für ein Start für die RCCO-Saison 2018! Wir freuen uns auf mehr." Für Michael Niemas war es der siebte Sieg in der "großen kleinen" Rennserie. "Wir haben das Rennen vom Start weg kontrolliert", freute sich der Titelfavorit. "Aber es war hartes Racing, weil das Überholen sehr schwierig war und das Griplevel nicht perfekt. Aber wir waren in der Lage, damit klarzukommen."

Phoenix Racing mit Podium beim Debüt

Phoenix Racing gelang beim Debüt in der "großen kleinen" Rennserie mit Platz drei durch Daniel Bäumler und Kim Hauschild auf Anhieb ein Podiumsergebnis. Das Volkswagem-Team ging vom letzten Startplatz ins Rennen, gewann das Qualifikationsrennen trotz eines abgerissenen Heckflügels aber souverän und qualifizierte sich so direkt für das Finale. Dort verlor es den Kampf um Platz zwei gegen das zweite KTM-Team nach einem spannenden Duell nur um eine halbe Sekunde.

tv racing auf Platz vier

Rekordmeister Thomas Voigt und Andreas Zschorsch freuten sich zum Saisonstart über einen vierten Platz. "Damit haben wir unser Vorjahresergebnis halbiert", sagte Andreas Zschorsch, der sich in der zweiten Hälfte des Qualifikationsrennen ein spektakuläres Duell mit KTM-Pilot Oliver Schmidt lieferte, das er nur knapp verlor. Das Team hatte beim Fahrerwechsel wertvolle Zeit verloren, weil Voigt seinen Fahrerplatz zu früh verlassen hatte. Mit einer souveränen Fahrt im B-Finale machte Voigt seinen Fehler wieder wett. Im Finale kämpfte die Audi-Mannschaft zeitweise um die Führung, ehe sie auf Platz vier zurückgereicht wurde. "Nach einer Setupänderung zum B-Finale lief unser R8 deutlich ruhiger, aber gegen die KTM und den Phoenix-VW hat es trotzdem nicht gereicht", meinte Voigt. "Trotzdem war es ein guter Saisonstart für uns - und wir können es kaum erwarten, wenn Anfang April endlich unser neuer Audi e-tron präsentiert wird. Das Auto wird spektakulär!"

Zwei ABT Vision RCCO im Finale

Ein starker Start in die Saison 2018 gelang ABT Sportsline: Beide ABT-Teams schafften den Einzug in das Finale der Top Sechs, in dem KTM, Volkswagen, Audi und ABT vertreten waren. RCCO-Heimkehrer Alan Fauvel holte gemeinsam mit Gine Peters für NEXGENracing Platz zwei im Qualifikationsrennen. Damit schaffte das Team die direkte Qualifikation für das Finale. Andreas Göhring und Frank Wilke (Ersatzfahrer für den Grippe-kranken Robert Müller) schafften die Finalqualifikation über das B-Finale. Am Ende belegten die beiden ABT Vision RCCO die Plätze fünf und sechs.

Schnelle Scuderia Suedschleife.com

Einen starken Auftritt beim Saisonstart hatte auch die Scuderia Suedschleife.com. RCCO-Heimkehrer Julius Kragl bewies, dass er während seiner Zeit bei der Bundeswehr nichts von seiner Schnelligkeit eingebüßt hatte. Mit dem von Matthias Parke neu aufgebauten Schaeffler Vision RCCO glänzte er nach der viertbesten Zeit im Freien Training mit Platz drei im Qualifying. Teamkollege Rolf Neuhaus konnte das Tempo in den Rennen nicht ganz mitgehen, so dass sich Kragl/Neuhaus im Qualifikationsrennen und im B-Finale jeweils mit dritten Plätzen begnügen musste. Der Auftritt bei Shell hat aber gezeigt, dass mit den giftgrünen 2018 zu rechnen ist.

Enttäuschung bei Lamborghini

Enttäuschend verlief das Saisonstart für die beiden Lamborghini-Teams Joest Racing und Hedden-Motors, die sich mit den Plätzen acht und neun begnügen mussten. Beim ersten Start der beiden Brüder-Duos Eldert Hedden/Volker Paulun und Jan Hedden/Carsten Paulun konnte nur der jeweilige Hedden-Part überzeugen. Hedden gelang sogar die erste Pole-Position des Jahres, doch über die Renndistanz wirkten die Lamborghini Centenario RCCO zu giftig und unbeständig.

Pech für Kick ‚n' Rush

Großes Pech hatte das Team Volkswagen Motorsport-Kick ‚n' Rush: Nach nur wenigen Minuten des ersten Qualifikationsrennens löste sich die Motorschraube ihres Volkswagen Golf GTE Vision RCCO, so dass Jörg Schumacher und Motorrad-Nachwuchspilot Philip Freitag als einziges Team schon nach dem Qualifikationsrennen ausschieden. Nutznießer war die tv racing academy, die mit Martin Kummerow und Christian Wilke die Top 10 komplettierte.



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