Skottie RCCO-Champion 2017


26.11.2017 In einem dramatischen Finale hat sich Björn Skottke vom Team PROTOTYP-Shell den RCCO-Fahrertitel 2017 gesichert. Dem KTM-Piloten reichte beim „Just a minute“ auf dem Hanse-Ring ein neunter Platz, da Titelrivale Kim Hauschild (Volkswagen) als Sechster ebenfalls den Einzug in das Finale der Top Fünf verpasste. Das letzte Rennen der Saison 2017 gewann Michael Niemas (KTM) vor Thomas Voigt (Audi) und Frank Wilke (ABT). Voigt sicherte sich mit Rang zwei noch den dritten Platz in der Fahrerwertung.

Knappste Entscheidung in der RCCO-Geschichte

Knappe Titelentscheidung gab es in der 27-jährigen RCCO-Geschichte schon viele. Doch noch nie hat nur ein einziger Punkt darüber entschieden, wer den Fahrertitel holt. In einem wahren Finalkrimi sicherte sich Björn „Skottie“ Skottke 15 Jahre nach seiner letzten Meisterschaft seinen zweiten RCCO-Titel mit nur einem Punkt Vorsprung auf Kim Hauschild. Dabei kämpfte der KTM-Pilot mit 25 Gramm Handicap-Gewicht mit dem Rücken zur Wand. Während Hauschild von Anfang an in der Spitzengruppe fuhr, schaffte „Skottie“ nur knapp den Sprung in die Runde der besten zehn. In B-Finale fuhren die beiden Titelrivalen dann in einem Rennen – und obwohl Kim Hauschild klar vor „Skottie“ ins Ziel kam, brachte das letztendlich die Entscheidung pro Skottke. Denn als Sechster schaffte Hauschild nicht den Einzug ins Finale der besten Fünf – der Volkwagen-Pilot hätte aber mindestens Fünfter werden müssen, um den 13-Punkte-Rückstand auf Skottke noch aufzuholen.

„Daniel (Bäumler) hat für mich mal wieder ein perfektes Auto hingestellt, absolut siegfähig“, sagte Hauschild nach dem Finalkrimi. „Leider stand ich mir selbst im Weg und hab im B-Finale mehr darauf geachtet vor Skottie zu bleiben anstatt auf Sieg zu fahren. Trotzdem danke für die geile Saison. Ich hoffe Skottie macht jetzt nicht den Rosberg, ich will eine Revanche nächstes Jahr!“

Zweiter Titel für „Skottie“

Björn Skottke sicherte sich nach 2002 seinen zweiten Titel in der „großen kleinen“ Rennserie, obwohl er die Meisterschaft schon fast abgeschrieben hatte. „Die 25 Gramm Zusatzgewicht habe ich auf dem Hanse-Ring ganz deutlich gespürt“, sagte der KTM-Pilot. „Ich habe nicht mit dem Titel gerechnet und freue mich umso mehr. Ich habe das #VisionRCCO-Projekt mit großem Interesse verfolgt und bin stolz, dass ich ein Teil davon werden durfte. Es war eine unheimlich tolle Saison.“

Für das Team PROTOTYP-Shell war es der dritte RCCO-Fahrertitel in Folge, nachdem sich 2015 und 2016 jeweils Jürgen Stüdemann den Titel gesichert hatte – das allerdings jeweils mit Fahrzeugen, die eine Sondergenehmigung besaßen. Damit ist der Titel 2017 für PROTOTYP-Shell der wertvollste. Gleichzeitig sorgten PROTOTYP-Shell und Shell-PROTOTYP dafür, dass KTM mit dem X-BOW Vision RCCO in der ersten RCCO-Saison auf Anhieb den Herstellertitel gewann.

Drei Pokale für Volkswagen

Die meisten Pokale in der RCCO-Saison 2017 heimste das Team Volkswagen Motorsport-Drivers Company ein. Die Mannschaft um Daniel Bäumler sicherte sich die Vizemeisterschaft bei den Fahrern, erstmals den Titel in der Teamwertung und mit Medienpartner slotblog.de zum zweiten Mal auch den Media Cup. Teamchef Daniel Bäumler musste beim Finale wegen eines privaten Termins schon nach dem Qualifikationsrennen in Richtung München aufbrechen und bekam nur per WhatsApp und Telefon den Ausgang des Finalkrimis mit. Sein erster Kommentar, nachdem er quasi auf der Zielgeraden auch noch den dritten Platz in der Fahrerwertung an Thomas Voigt verlor: „Glückwünsche auch aus Bayern! Aber mit zwei tränenden Augen.“

Michael Niemas gewinnt Finale

KTM durfte sich nicht nur über den Gewinn der Fahrer- und Herstellerwertung freuen. Michael Niemas gewann souverän auch das letzte Saisonrennen. Für den Modellbauer von Amalgam war es erst der zweite Einzelsieg in der „großen kleinen“ Rennserie. Niemas fuhr gewohnt souverän und fehlerfrei und hatte in den Finalläufen keine Gegner zu fürchten. Platz zwei ging an Rekordmeister Thomas Voigt (Audi), der damit noch Daniel Bäumler vom dritten Platz der Fahrerwertung verdrängte und zum 25. Mal in 27 Jahren (!) die Meisterschaft in der Top Drei beendete.

Frank Wilke verspielt ersten RCCO-Sieg

Der schnellste Mann auf dem Hanse-Ring war Frank Wilke vom Team NEXGENracing. Mit seinem ABT Vision RCCO holte er nach Bestzeit im Freien Training die Pole-Position. Auch in den Vorläufen war Wilke der Schnellste. Doch im Finale der besten Fünf leistete sich Wilke zu viele Fehler, so dass er sich am Ende hinter Michael Niemas und Thomas Voigt mit Platz drei begnügen musste. Nach einer langen Durststrecke im Sommer war das Podiumsergebnis beim Finale dennoch ein versöhnlicher Saisonabschluss für das Team, das mit Gine Peters auch die Damenmeisterin stellte.

#VisionRCCO ein voller Erfolg

Das Finale der „großen kleinen“ Rennserie unterstrich erneut, wie gut das #VisionRCCO-Konzept funktioniert. Im Qualifying auf dem Hanse-Ring trennten die besten zwölf Fahrer ganze 0,189 Sekunden. Im Finale der Top Fünf starteten fünf verschiedene Marken, die sechste Marke belegte Platz sechs. Beim Konzept #VisionRCCO sind alle Performance-relevanten Parameter der Rennautos einheitlich vorgeschrieben. Trotzdem unterscheiden sich die Elektro-Rennwagen optisch deutlich voneinander. 2018 werden erneut exklusive E-Rennwagen-Studien von ABT, Audi, KTM, Lamborghini, Schaeffler und Volkswagen in der RCCO an den Start gehen. Für 2019 sind sechs weitere Hersteller zugelassen.



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