1993 Länge läuft

Dank einer umstrittenen Konstruktion mit verlängertem Radstand wahrte tv racing in der Saison 1992 seinen technischen Vorsprung.

Kaum zu glauben, aber wahr: tv racing gelang es in der Saison 1993, technisch noch einen draufzusetzen: Der eingesetzte Audi 93C-TV war eine Nachbildung des Lloyd-Porsche aus der Gruppe C mit verkleideten Hinterrädern. Thomas Voigt nutzte eine Lücke im Reglement, die solche Änderungen gegenüber dem Original-Bausatz damals noch zuließ. Als Folge ­verfügten die tv-Audi über einen extrem langen Radstand, was sich auf den meisten Strecken als klarer Vorteil erwies

Die Konkurrenz nahm die technische Gratwanderung des Meisterteams zähneknirschend hin und musste zusehen, wie tv racing auch der Saison 1993 seinen Stempel aufdrückte. Sechs Mal siegte Voigt, was ihm erneut überlegen den Titel einbrachte, drei Mal sein Teamkollege Michel de Vries. Wolfgang Rudschies sorgte beim City-Cup mit einem Vorjahres-Porsche für einen weiteren tv-Sieg. Der Schlussredakteur von rallye racing belegte am Ende auch den starken dritten Platz in der Gesamtwertung noch vor Michel de Vries.

Aufgespießt – Mazda 767 des Taiga-Teams nach einem kuriosen Zwischenfall

Aufgrund eines komplizierten Punktesystems mit Streichresultaten und der ­Tatsache, dass die seriennahen Gruppe-­N-Fahrzeuge im Gesamtklassement Zu­­­­satz­punkte kassierten, musste Voigt aber bis zum letzten Rennen um den Titel zittern. Dicht auf den Fersen blieb ihm das „Phantom“, der sich am Ende aber mit der Vizemeisterschaft begnügen musste.

Nicht nur tv racing operierte 1993 am Rande der Legalität: Dass die Gruppe-N-Autos schneller waren als je zuvor, sorgte im Gruppe-C-Lager für Verdächtigungen, die sich beim 24-Minuten-Rennen bestätigen: Dort wurden nach Verstößen gegen das Technische Reglement alle (!) Gruppe-N-Autos nach dem Qualifying aus der Wertung genommen.

Gruppe N only – beim 24-Stunden-Rennen waren 1993 nur seriennahe Fahrzeuge zugelassen. Gruppe-C-Spezialist tv racing siegte mit einem Audi 80 trotzdem

"Ich wusste doch, dass da was faul war!"
"Körni" nach dem
Gruppe-N-Skandal

TEILNEHMER starteten 1993
beim Grand Prix Essen

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Pinnwand 1993

Langversion – umstrittener tv-Audi mit verkleideten Hinterrädern

Augenweide – klassicher Porsche des Litec-Teams beim Mini-Indy-Rennen

Aufsteiger – Holger Eckhardt freut sich über Platz zwei beim City-Cup

Ergebnisse 1993

RennenSiegerZweiterDritterDamen-SiegerinPDF
Gänsemarkt Grand PrixAudi
T. Voigt
Ferrari
C. Schön
Honda
H. Dieckmann
Mazda
G. Peters
20 Minuten HamburgAudi
T. Voigt
M. de Vries
Mazda
H. Müller
M. Neschki
Porsche
T. Körner
J. Linnewedel
Porsche
M. Hebestreit
G. Peters
Mini-IndyPorsche
T. Körner
Audi
T. Voigt
Porsche
M. Hebestreit
Porsche
M. Hebestreit
MarkenpokalPorsche
T. Voigt
Porsche
W. Rudschies
Porsche
C. Schön
Porsche
G. Peters
Mini-AvusAudi
T. Voigt
Mazda
H. Müller
Porsche
T. Körner
Mazda
G. Peters
Outdoor-RallyeHonda
H. Dieckmann
Ferrari
C. Schön
Bugatti
J. Schramek
Porsche
G. Peters
24h-RennenAudi
T. Voigt
M. de Vries
H. Eckhardt
W. Rudschies
Mitsubishi
H. Müller
J. Bobsien
G. Peters
M. Hebestreit
Ford
R. Schäffer
C. Volger
D. Branke
F. Kinzer
Mitsubishi
G. Peters
M. Hebestreit
City-CupPorsche
W. Rudschies
Porsche
H. Eckhardt
Mazda
H. Müller
Porsche
G. Peters
QuattroAudi
M. de Vries
Audi
T. Voigt
Mazda
H. Müller
Ferrari
S. Scheller
Night FeverAudi
T. Voigt
Audi
M. de Vries
Porsche
W. Rudschies
Ferrari
U. Wedemann
Grand Prix EssenPorsche
T. Voigt
Porsche
H. Eckhardt
Ferrari
C. Schön
Ferrari
S. Günther

Endstand 1993

1 Thomas Voigt (Audi 93C-TV) 175

2 Christian Schön (Ferrari Daytona) 135

3 Wolfgang Rudschies (Mazda RX-7) 112

4 Michel de Vries (Audi 93C-TV) 98

5 Hermann-J. Müller (Porsche 962C) 96

6 Hendrik Dieckmann (Honda Prelude) 78

7 Holger Eckhardt (Mazda RX-7) 68

8 Körni (Porsche 962C) 64

9 Roland Schäffer (Ford GT) 51

10 Jens Linnewedel (Toyota 89C) 48



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